Frage von Alois Weiss aloisweiss@industriemagazin.co.at

Ich habe Deine Bücher mit großem Interesse verschlungen. In einem Punkt kann ich Dir leider nicht ganz folgen. Betrifft Deine Einstellung zu Solaranlagen. Ich habe leider nur die Möglichkeit ca. 4 Wochen im Stück zu segeln und dabei folgende Erfahrungen gemacht:

Am Ankerplatz brauche ich (ohne Ankerlicht) ca. 25 AH je Tag: Licht ca. 4 AH. Energiesparlampen, Halogen und Petroleum. Kühlung mit Elektrokompressor auf Kältespeiche läuft ca. 4 Stunden/Tag ergibt ca. 18 AH. Druckwasserpumpe ca 1AH, Radio, Elektronic etc. 2AH, Kochen mit Petroleum - von Dir gelernt.

Mit meiner Solaranlage kann ich diesen Strombedarf gut decken. Ich habe die Solarpaneele auf dem Kajütdach abnehmbar montiert und kann sie bei Bedarf (Sonnensegel) gut nach der Sonne ausrichten. Leider habe ich kein Biminitop, dort wäre wohl der beste Platz. Wäre ich Langfahrtensegler würde ich auf 100 Watt aufstocken zu einem Preis von ca. DM 1500,-

Die Sache mit der stehenden Maschine habe ich mit minimalem Aufwand so gelöst:Bevor ich den Motor für längere Zeit abstelle schließe ich das Seeventil, öffne eine Querverbindung zum Süßwassertank und spüle den Motor mit ca. 10 Liter Süßwasser.

Meine Energiekonzept: Für Alpa 9,50, Dieslmotor 21 PS mit 120 Litertank; Warmwasser über Maschine (und Landstrom) 2 x 100 Amperstundenbatterie, 70 Watt Solar, keine eigene Starterbatterie dafür Spannungswächter und Amperstundenzähler und etwas mitdenken.

Energiesparlampen und moderner Kompressorkühlschrank (4 A)

Würde mich freuen von Dir zu hören

Alois Weiss\


Nur nicht die Nerven verlieren! Ich bin überzeugt, daß man mit dem “alten Funksprechzeugnis noch mindestens ein Jahrzehnt auf allen Gewässern der Welt, nicht nur in Europa, herumskippern darf. Es sei denn, man führt GMDSS-Anlagen (freiwillig!) auf seiner Yacht. Daß die Niederlande hier in der Sportschiffahrt einen eigenen Weg gehen, halte ich für ausgeschlossen. Das Ganze ist im Moment noch so unausgegoren, daß ich überzeugt bin, der jetzige Zustand wird nicht der endgültige bleiben. Wenn, dann kommt eine europäische Lösung, was übrigens für alle staatlichen() Scheine gilt. Vorbild dürften hier die französischen Scheine sein. Gleiches gilt für die Ausrüstungsvorschriften für die Sportschiffahrt. Aber das ist noch weit weg.