herzlichen Glückwunsch zum Artikel „Schusswaffen an Bord von Blauwasseryachten“ von Martin Gantschnigg und Deinem Nachtrag.Es ist das Beste, Verständlichste und Gründlichste, was ich je über diese Problematik gelesen habe.

Auch wir hatten legal (Waffenbesitzkarte) neben einem Revolver, einen Karabiner sowie eine Pumpgun an Bord. Wir hatten uns vorgenommen, je nach Situation zu entscheiden, ob es Sinn macht und ob und wie wir von den Waffen Gebrauch machen würden. Es ist uns Gott sei Dank auch erspart geblieben. Aber wir haben verschiedene, mögliche Situationen je nach Ort immer wieder besprochen und beide, natürlich auch Sybille (!), mit unseren Waffen geübt.

Wenn ich einen ergänzenden Lösungsvorschlag für eine unklare Situation vor einem möglichen Waffeneinsatz machen darf, würde ich gern auf unsere Batterie betriebene „Flüstertüte“ hinweisen und auf die „Blitz-Knall“ Seenotmunition der Signalpistole für einen Warnschuss in die Luft. Mit beiden kann man, bei einer nur möglicherweise gefährlichen Situation, ein anderes Boot auf Abstand halten, ohne jemanden zu verletzen. (Was in der jeweiligen Landessprache “Bleib Weg!” bedeutet, kann man immer heraus finden)

Als wir in der Arabischen See „Pirate Alley“ von Salalah/Oman nach Aden/Jemen im März 2006 im Konvoy mit einer US und einer UK Yacht durchquerten, sind wir ohne einen echten Zwischenfall in Aden angekommen, vermutlich, weil sich im Jahr vorher auf dieser Route zwei US Yachten erfolgreich gegen Piraten gewehrt hatten.

Herzliche Grüße auch von Sybille, Christian

Amnmerkung Schenk: Sybille und Christian Uehr sind erfahrene Weltumsegler - siehe subeki.de. Christian hat zudem einen Militär-Hintergrund und hat das Sachbuch “Sieben Jahre, sieben Meere und drei Ozeane” (erhältlich bei Amazon) geschrieben.