Mineralien?
Text und Fotos von Wolfgang Hausner**

In Verbindung mit Wassermachern (links: mein Wassermacher an Bord)oder destilliertem Wasser kommt immer wieder die Frage auf, ob da nicht die Mineralien fehlen, die der Körper braucht. Das Internet hat Antworten auf alles, meist mehr als einem lieb ist. Man wird förmlich erschlagen von der Fülle der Informationen. Sobald man sich in dieses Thema bohrt, merkt man, dass Mineralien nicht gleich Mineralien sind. Man spricht von anorganischer und organischer Form. Zu den Mineralien in anorganischer Form zählen mineralische Salze aus Gesteinen und dem Erdboden, zu den organischen diejenigen die in Pflanzen, Tieren und Menschen vorkommen.
Der menschliche Organismus kann Mineralien allerdings viel besser verwerten, wenn sie in sogenannter organischer Form vorliegen. Dazu müssen die Mineralien aus Böden, Äckern, Steinen usw. von einem Lebewesen wie einer Pflanze oder einem Tier aufgenommen und verstoffwechselt werden. Bei Eisenmangel kommen wir ja auch nicht auf die Idee einen Eisennagel zu lutschen, sondern setzen vielmehr auf eisenreiche Nahrungsmittel.
Was sind aber diese anorganischen Mineralstoffe genau? Es handelt sich hierbei um Mineralien in ihrer ursprünglichen Form, so wie Steine. Der Mensch braucht diese Stoffe zwar, damit die Prozesse in seinem Körper richtig funktionieren, aber das Problem ist, dass der menschliche Körper nicht dazu in der Lage ist, diese anorganischen Substanzen aufzunehmen und zu verarbeiten. Ausschließlich die Pflanzen verfügen über die passenden Mechanismen, um die Mineralien aus der Erde aufzunehmen und sie aufzunehmen. Der Mensch kann also diese Stoffe nur aus pflanzlicher oder tierischer Nahrung aufnehmen. Genau das ist auch der Grund, warum das Mineralwasser viel besser zum Blumengießen geeignet ist als zum Trinken! Es ist oft mit anorganischen Mineralstoffen angereichert, die für den Menschen nutzlos sind!
Es wäre utopisch den Mineralstoffbedarf allein über das Trinken von Wasser zu decken zu wollen.
Laut den Empfehlungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die die Ernährungsrichtlinien für Deutschland herausgibt) benötigt der menschliche Körper täglich 500-1000 mg Kalzium und etwa 200-400 mg Magnesium. In einem Liter der Marke Evian zum Beispiel befinden sich jedoch nur etwa 80 mg Kalzium und 26 mg Magnesium. Das bedeutet also, dass man 6,25 – 15,4 l von diesem Wasser trinken müsste um seinen Bedarf an diesen Mineralien zu decken.
Und das sind noch harmlose Ergebnisse. In manchen Vergleichen müsste man über 30 l und mehr trinken, um seinen Bedarf an einzelnen Mineralien zu decken. Dass das utopisch ist, leuchtet jedem ein, der versucht, täglich mehr als 2 Liter Wasser zu trinken.
So behauptet doch Dr. med. Barbara Hendel allen Ernstes:
„Schon lange weiß man, dass Menschen, die in Regionen mit hartem, kalkhaltigen Wasser leben, weniger häufig an Schlaganfällen und Herzinfarkten erkranken als diejenigen, die in Gegenden mit weichem, mineralienarmen Wasser wohnen.“**
Das ist ein vereinzelter Unkenruf, der sich auf nebulose Aussagen wie “man weiß schon lange” stützt und mit keiner Statistik aufwartet. Also lassen wir uns von so einem unprofessionellen Gerede nicht irremachen.
Dem gegenüber stehen die Meinungen von fast 20 renommierten Ärzten und Wissenschaftler, die sich mit dem Thema beschäftigt und genau das Gegenteil bewiesen haben.
Ärzte und Wissenschaftler warnen vor Mineral- und Leitungswasser siehe hier
Ich möchte drei dieser Aussagen zitieren, die den Nagel auf den Kopf treffen:
Dr. Charles Mayo, Mitbegründer der weltbekannten Mayo Klinik
Erste medizinische Hochschule weltweit, zahlreiche Nobelpreise, Entdeckung des Cortisons, der Herz-Lungen-Maschine, der Computertomographie (CT), zweitgrößtes Transplantationszentrum der Welt, 2.500 angestellte Ärzte, 42.000 Mitarbeiter, 500.000 Patienten jährlich:
“Hartes Wasser ist die geheime Ursache für viele, wenn nicht gar für alle Krankheiten, die aus Giften im Verdauungstrakt entstehen.
Hartes Wasser enthält eine hohe Dosis anorganischer Mineralien, die mit den meist vorhandenen öligen und fettigen Substanzen neue unlösliche Verbindungen eingehen, die der Körper nicht verwerten kann.
Diese Kalk-Fett-Mischungen lagern sich an den Innenwänden der Arterien und an den Organen in einer undurchlässigen Schicht ab und behindern den normalen Stoffwechsel.
Diese Ablagerungen in den Eingeweiden sind darüber hinaus ein Paradies für alle bakteriellen Krankheitserreger.
Dieses Gemisch von Fett mit Cholesterin, Salzen und Kalk aus Leitungs- und Mineralwasser blockiert aber nicht nur den Stoffwechsel mit seinen Ablagerungen, die zunächst wie ein Film, später wie eine Kruste Zellwände und Organe überziehen. Es bildet auch die bekannten Steine, die wir dann Nieren-, Gallen- und Blasensteine nennen.
Würde man die Menschen flächendeckend mit mineralarmem Wasser versorgen, so würden viele Alterskrankheiten verschwinden.”
Dr. med. Antonius M. Schmid, Ohlstedt
“Der stetig zunehmende Konsum von Mineralwässern in den letzten Jahren korreliert mit einer Zunahme der Krankheiten des Gefäßsystems mit Konsequenzen wie Durchblutungsstörungen, Herzinfarkten und Schlaganfällen.
Gerade die Überladung des Körpers mit anorganischen Mineralien, wie sie größtenteils in Leitungs- und Mineralwasser enthalten sind, ist einer der Hauptgründe für einen beschleunigten Alterungsprozess.”
Prof. Claude Vincent, Anthropologisches Institut der Universität von Paris.
hat zwischen 1950 und 1974 im Auftrag der französischen Regierung den Zusammenhang zwischen Wasserqualität und Sterblichkeitsraten erforscht. Er veröffentlichte eine Studie, die zeigt, dass in Gegenden mit mineralhaltigem Wasser doppelt so viele Menschen an Krankheiten sterben wie in Gegenden mit reinem, weichen Wasser.
Ferner hat Prof. Vincent in 13-jähriger Forschungsarbeit nachgewiesen, dass der Gesundheitszustand von Versuchstieren wesentlich besser ist und diese länger leben, wenn sie als Getränk mineralarmes Wasser erhalten. Bekommen sie jedoch “normales” Wasser (Leitungswasser) oder mineralreiches Wasser, so leiden sie häufiger unter Gesundheitsstörungen und sterben auch früher.
Professor Vincent hatte beobachtet, dass in Städten wie Marsat und Clermont-Ferrand in Mittelfrankreich, die mit mineralarmem, weichen Quellwasser versorgt wurden, signifikant weniger Herz- und Kreislaufkrankheiten sowie Krebs auftraten. Er folgerte daraus, je weniger Stoffe (Mineralien) im Wasser gelöst sind, um so gesünder soll das Wasser sein.
Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) weist darauf hin, dass bis heute keinerleiüberzeugende wissenschaftliche Belege für den positiven gesundheitlichen Effekt von Mineralwässern vorliegen.

Auch wenn man jetzt jahrzehntelang hartes Wasser getrunken hat, ist es nicht zu spät dem entgegenzuwirken. Und zwar mit einem natürlichen, trüben organischen Apfelessig, der nicht nur die Kalkablagerungen wieder langsam abbaut, sondern auch dem Körper Vitamine, Mineralien und Spurenelemente liefert, mit dem er was anfangen kann. Ein Esslöffel davon in einen Liter Osmose-Wasser verdünnt ergibt ein erfrischendes Getränk. Das ist natürlich nichts Neues, Hippocrates, der Vater der Medizin, hat natürlichen Apfelessig schon anno 400 B.C. verwendet siehe hier.
Aber auch das grobkörnige Meersalz oder Steinsalz liefert Mineralien und Spurenelemente. Ob in organischer oder anorganischer Form lässt sich nicht eindeutig beantworten, aber die Frage ist akademisch, weil sich Salz aus unserer Nahrung nicht wegdenken lässt. Wenn wir schon Salz sparsam verwenden, dann eines das eher gesund und unbelastet ist und damit scheidet schon das vielverwendete Tafelsalz oder Kochsalz aus.
Das Kochsalz wird nach der Gewinnung weiteren Verarbeitungsprozessen zugeführt, bis die Standardqualität eines weißen Tafelsalzes erreicht ist. Meist erfolgt auch eine Behandlung mit Rieselhilfen und chemischen Bleichmitteln. Von Natur aus enthaltene Mineralien und Spurenelemente gehen bei der Verarbeitung verloren -(aus http://www.naturkost.de/produc/p11121.htm ) )
Reines Natriumchlorid (NaCl) - wie es unser Kochsalz darstellt! - ist ein Zellgift. Erhältlich ist es seit langem in Form von „Kochsalz”. Die Giftigkeit von reinem NaCl ist seit dem Altertum bekannt und erstmals reproduzierbar belegt durch einen Versuch des französischen Biologen Jaques Loeb um 1900. Loeb wies gleichzeitig nach, dass offenbar die bis zu vier Prozent
anderen Elemente in naturbelassenem Meersalz genügen, um das für den Zellstoffwechsel notwendige NaCl unschädlich verfügbar zu machen. (www.marisol.de/i15-9news.htm)
Der Körper identifiziert Kochsalz als ein aggressives Zellgift, eine unnatürlich aggressive Substanz, die er durch seine intelligente Selbstschutzfunktion so schnell wie möglich wieder ausscheiden möchte. Dadurch werden unsere Ausscheidungsorgane permanent überfordert. Zusätzlich enthält Kochsalz oft nicht deklarierungspflichtige Konservierungsstoffe wie Kalziumcarbonat, 400 Magnesiumcarbonat, E 535, E 536, E 540, E 550, E 551, E 552, E 553b, E 570, E 572 sowie Aluminiumhydroxid, um die Streu- und Rieselfähigkeit zu verbessern. Aluminium ist ein Leichtmetall, das sich im Gehirn ablagern kann. Es wird vermutet, dass durch die Belastung mit Aluminium Nervenleitbahnen nicht mehr überbrückt werden können, und der Denkvorgang unterbrochen wird. (aus http://www.lifeelements.de/kristallsalz.pdf und http://www.gesundheute.com/die-grosse-salz-debatte-meersalz-vs-tafelsalz)
Mehr über Wasser: Wasser hat im Körper eine viel wichtigere Aufgabe, als uns mit Mineralien zu versorgen. Es ist im Körper das wichtigste Transportmittel schlechthin. Alles was im Körper transportiert werden muss, wird über das Wasser transportiert. Die aus der Nahrung gewonnenen Nährstoffe, werden im Wasser gelöst zu den Zellen transportiert. Die Abbauprodukte der Zellen werden im Wasser gelöst aus dem Körper heraus transportiert. Je reiner das Wasser nun ist, desto besser kann es diese wichtigen Aufgaben erfüllen. Genauso, wie wir mit einem sauberen Wasser viel einfacher putzen können, als mit einem verschmutzten Wasser.
Zuerst nutzt unser Körper die Transportkapazitäten des Osmose Wassers um Abbauprodukte und Schlacken, die der Körper loswerden möchte, hinaus zu befördern. Davon haben wir bei unserer industriellen Lebensweise in der Regel so viel, dass es gar nicht zum unerwünschten Abbau von Mineralien kommen wird. Mineralien in Lebensmitteln liegen nicht als mineralische Salze vor, sondern sind an natürliche Zucker- oder Proteinen-Ketten gebunden. Man spricht auch von sogenannten Chelaten. Diese Mineralien in organischer Form (oft trifft man auf die Unterscheidung organische und anorganische Mineralien, was sprachlich nicht ganz korrekt ist, da auch die Mineralien in Lebensmitteln anorganisch bleiben, sie sind lediglich mit organischen Substanzen eine Verbindung eingegangen) können vom menschlichen Körper viel leichter gespalten und verwertet werden.
Damit destilliertes Wasser oder Wasser im Allgemeinen tatsächlich schädlich wirkt, müssen große Mengen des Wassers getrunken werden. Angenommen, ein Mensch würde 14 bis 16 Liter destilliertes Wasser am Tag trinken, dann hätte dies einen negativen Effekt auf den Nährstoffhaushalt.
Sind also Mineralien im Trinkwasser gut oder schlecht?
Die Struktur entscheidet. Ob mineralstoffreiches oder mineralstoffarmes Wasser besser ist, hängt allerdings vor allem von der Struktur des Wassers ab und damit der biophysikalischen Qualität des Wassers ab. Dazu ein kleines Beispiel:
In strukturiertem Wasser, wie es in natürlichen Quellen vorkommt, sind Mineralien wie Kalzium oder Magnesium ionisiert, das heißt, sie sind vollkommen von Wasser umgeben. Andere Stoffe wie zum Beispiel Hydrogen-Carbonat ebenso. Die Elemente schwimmen also nebeneinander im selben Wasser ohne sich zu berühren, solange es sich um strukturiertes Wasser handelt. Die so gelösten Mineralien können sehr wohl vom Körper aufgenommen werden und helfen ihm seine Mineralstoffvorräte aufzufüllen.
Anders dagegen, wenn die Struktur des Wassers zerstört wird. Dann bricht das schützende Gerüst um die im Wasser gelösten Stoffe zusammen und die unterschiedlich geladenen Moleküle ziehen einander an und gehen Verbindungen miteinander ein.
Während im strukturierten Wasser also Kalzium und Hydrogen-Carbonat unbekümmert nebeneinander existieren, verbinden sie sich in unstrukturiertem Wasser zu Kalzium-Bicarbonat, was wir umgangssprachlich als Kalk bezeichnen. Und genau, wie dieser Kalk Rohre, Küchengeräte oder Waschmaschine verkalken lässt, so führt er auch zur Verkalkung der Leitungen in unserem Körper, der Blutgefäße.
Und was für Kalzium gilt, gilt analog auch für die anderen Mineralien im Trinkwasser. Sobald das Wasser seine natürliche Struktur einbüßt, verbinden sich die ehemals für uns wertvollen Mineralien mit ihren Gegenspielern zu für uns wertlosen und sogar schädlichen Verbindungen. Und so kann ursprünglich gesundes Mineralwasser zu einer Gesundheitsgefahr werden. Seine Struktur verliert Wasser zum Beispiel dann, wenn es mit Druck über 2,5 Bar befördert, mit Kohlensäure versetzt oder mit Ozon behandelt wird.
Zu beachten gilt, dass das Wasser für Mineralwasser aus dem Handel in der Regel mit Druckpumpen befördert oder mit Ozon behandelt wird und Leitungswasser in den Rohren deutlich höheren Druckverhältnissen als 2,5 Bar ausgesetzt ist. Die natürliche Struktur, die artesisches Quellwasser (das Wasser, das die Natur für uns zum Trinken vorgesehen hat) normalerweise hat, ist daher zerstört.
Auch elektromagnetische Einwirkungen können sich ungünstig auf die Struktur von Wasser auswirken.
