Frage von Walter Schild WSchild

Hi, ich finde die Deine Webpage prima und habe gleich einen Vorschlag, wie man sie noch besser machen könnte. Ich verwende unterwegs einen Palmtop-PC (Toshiba Libretto) und ein Siemens S10 Handy mit Datenschnittstelle. Damit kann man praktisch rund um Europas Küsten über das Internet die aktellen Daten abrufen. Das Problem ist aber die sehr langsame Datenübertragungsraten von 9600 Bit/s die maximal über das GSM-Netz möglich sind. Die Folge sind sehr lange Übertragungszeiten und dementsprechend hohe Verbindungsgebühren. Insbesondere dauert es seine Zeit, bis man die richtige Seite gefunden hat (etwa Bodenwetterkarte). Ärgerlich sind insbesondere umfangreiche Grafiken und Bilder, die zu Hause über ISDN schnell geladen sind, aber über das Handy furchtbar ins Geld gehen.

Mein Vorschlag: Eine abgemagerte Seite, die ausschließlich aus Text und/oder datenreduzierter Grafik besteht. Im ersten Schritt würde es genügen, eine Link-Seite aufzubauen über die man direkt auf eine bestimmte Seite der verschiedenen Homepages zugreifen kann, auf der beispielsweise die aktuelle Bodenwetterkarte zu finden ist. Der nächste Link wäre beispielsweise die Vorhersagekarte etc. Damit läßt sich das zeitraubende Blättern auf der Homepage des Original-Anbieters vermeiden. Abgesehen davon, daß es sehr nützlich ist, wenn ein sachkundiger Segler mit Internet-Erfahrung auf diese Weise ein Vorauswahl der schier unzähligen Internetseiten zu einem Gebiet trifft, das speziell für Segler interessant ist. Im zweiten Schritt könnte man weitergehen: Satellitenbilder und insbesondere animierte Bildsequenzen sind wahre Datenungeheuer. Mit entsprechender Kompressionssoftware könnten solche Bilder auch über eine Handy-Strecke in erträglicher Zeit übertragen werden. Ich stelle mir also vor, daß beispielsweise auf Deinem oder dem YCA-Server die wichtigste aktuellen Satbilder datenkomprimiert zu Verfügung stehen. Das bedeutet sicher einen gewissen Aufwand, doch ich bin davon überzeugt, daß viele Segler bereit sind, dafür eine Aufwandsentschädigung zu bezahlen. Der berechtigte Zugang wäre beispielsweise über eine spezielle Form der Datenkompression möglich, die nur YCA-Mitgliedern zu Verfügung steht.

Mast- und Schotbruch Walter Schild \


Auf die alte Beibootfrage gibt es nur eine Kompromißantwort. Klar, jeder möchte ein leicht zu ruderndes, bequemes, seetüchtiges, leicht zu verstauendes Beiboot, das mit Außenborder am besten ins Gleiten kommt und von einer Person über die Korallen auf den Strand gezogen werden kann. Daß es sowas nicht gibt, ist klar!

In erster Linie hängt das Beiboot natürlich von Größe und Mannschaft des Mutterschiffes ab. Bei einer 25-Meter-Yacht mit bezahlter Mannschaft kommt nur ein Boston-Whaler mit einem so starken Außenborder in Betracht, daß das Beiboot ins Gleiten kommt. Bei einem 9-Meter-Schiff wird man sich, trotz aller Nachteile, mit einem Schlauchboot begnügen müssen, was nicht das schlechteste ist.

Auf meinem nächsten Schiff (ca 14 Meter) werde ich ein stark motorisiertes Schlauchboot der bewährten Marken fahren, das unterwegs seinen Platz - leicht aufgeblasen - auf dem Vorschiff findet. Zusätzlich werde ich in jedem Fall ein festes, doch klappbares, Beiboot, nämlich ein Banana-Boot, an der Reling verstaut haben. Mehrere Gründe für zwei Beiboote gibt es:

Ein motorisiertes Beiboot hat einen großen Sicherheitsvorteil, weil man sich nicht aus Bequemlichkeitsgründen den landnächsten Platz zum Anlegen sucht, sondern einen sicheren Ankerplatz. Viele scharfkantigen Strände eigenen sich aber nicht für ein empfindliches Schlauchboot mit Außenborder dran. Dann ist die Zeit für das flexible Bananaboot (mit 2 PS motorisierbar) gekommen.

Ein zweites Beiboot hat für den Blauwassersegler noch den unschätzbaren Vorteil, daß er beim Abhandekommen (Diebstahl!) des “Haupt-“Beibootes immer noch nicht hilflos ist.

Aber wie gesagt, das Beiboot bleibt immer ein Kompromiß - so wie das Fahrtensegeln eben.